Neuer Schulleiter an der Eylardus-Schule

Auf eine gute Zusammenarbeit: Der neue Förderschulrektor Ralf Brinkmann mit den beiden Vorständen des Eylarduswerks, Detlev Krause (links) und Friedhelm Wensing (rechts).

 

Von der Elbe zurück in die Heimat (von Jonas Schönrock)

GILDEHAUS Die Eylardus-Schule in Gildehaus hat seit diesem Schuljahr einen neuen Leiter. Ralf Brinkmann hat Anfang August seine neue Tätigkeit als Förderschulrektor angetreten und das Amt von Hannelore Schönrock übernommen, die zum Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand getreten ist.

Mit Ralf Brinkmann übernimmt ein gebürtiger Gildehauser die Leitung der Förderschule. Mit seiner Frau, die aus Bad Bentheim stammt, und seinen zwei Kindern ist der 39-Jährige aus Hamburg in seine Heimat zurückgekehrt. In der Hansestadt hatte er zuletzt als Förderschullehrer und Koordinator an einer großen Stadtteilschule mit rund 1400 Schülern gearbeitet. „An den Stadtteilschulen können verschiedene Abschlüsse gemacht werden, bis hin zum Abitur“, erklärt Brinkmann im Gespräch mit den GN. Neben der Leitung einer Klasse und Fachunterricht in verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen hat Brinkmann dort die Online- und Lernplattformen sowie den IT-Bereich koordiniert und geleitet. „Digitale Lernplattformen sind mein Steckenpferd“, sagt Ralf Brinkmann, der über zwölf Jahre Berufserfahrung sowie Studienabschlüsse im Lehramt Sonderpädagogik mit den Förderschwerpunkten Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE) und Lernen sowie den Fächern Musik und Deutsch verfügt und ein Diplom als Rehabilitationspädagoge bei Behinderung hat.

Erste Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe hat er bereits in jungen Jahren gesammelt – zunächst als Praktikant und später als pädagogischer Mitarbeiter. Der begeisterte Hobbymusiker und Schlagzeuger hat außerdem verschiedene Musikprojekte durchgeführt und Bands an Schulen begleitet.

Auf die Stelle in Gildehaus ist der 39-Jährige von Freunden und Familie aufmerksam gemacht worden. „Ich habe mehrere Nachrichten mit der Stellenanzeige aus den GN bekommen“, erzählt er. Zwischen ihm und dem Eylarduswerk hat es sofort gepasst. „Durch meine Arbeit im Jugendbereich kenne ich auch außerschulische Strukturen“, sagt Ralf Brinkmann. Ideal für das Eylarduswerk: „Die Schulleitung ist bei uns auch immer in die Gesamtleitung eingebunden“, erklärt Friedhelm Wensing, Finanzvorstand des Eylarduswerks. „Wir sitzen wöchentlich zusammen.“ Detlev Krause, Pädagogischer Vorstand des Eylarduswerks, bezeichnet die Einstellung als „einen Glücksfall für beide Seiten“.

Sicherlich hätte sich Ralf Brinkmann einen leichteren Start gewünscht als einen unter Corona-Bedingungen. „Das ist schon eine Herausforderung“, sagt er. „Aber ich bin niemand, der jammert.“ Brinkmann hat sich viel vorgenommen: „Ich bringe gerne Sachen voran.“ Daher will er auch aus der Pandemie-Situation Lehren ziehen: „Manche Kinder mit dem Förderbedarf ESE können zu Hause viel besser lernen. Das wäre nach Corona mal eine Überlegung wert.“