Soziales Kompetenztraining (Kid Cool / Keep Cool) / Deeskalationstraining
Konflikte bewältigen – Verhalten reflektieren – neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln
Die Eylardus-Schule bietet verschiedene Trainingsangebote zur Förderung sozialer Kompetenzen, zur Auseinandersetzung mit aggressivem Verhalten und zur konstruktiven Bewältigung von Konflikten an. Dazu gehören das Keep-Cool-Training (KCT), das Kid-Cool-Training sowie das Deeskalationstraining.
Keep-Cool-Training (KCT)
Das Keep-Cool-Training (KCT) ist Teil des konfrontativen Interventionsprogramms (KIP) der Eylardus-Schule. Es richtet sich an männliche Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren, die durch aggressives oder gewalttätiges Verhalten und/oder Mobbing aufgefallen sind.
Das Training findet in einer Gruppe von fünf bis acht Jugendlichen statt und wird von zwei bis drei ausgebildeten Trainer*innen durchgeführt. Die Gruppensitzungen finden in einem geeigneten Raum auf dem Gelände des Eylarduswerkes statt.
Das KCT erstreckt sich über ein Schuljahr. Nach der Ansprache möglicher Teilnehmer und anschließenden Bewerbungsgesprächen werden die Teilnehmer für die Gruppe ausgewählt. Im Verlauf des Schuljahres finden etwa 25 Gruppensitzungen statt.
Eine wichtige Voraussetzung ist die freiwillige und motivierte Teilnahme. Die Jugendlichen bewerben sich selbst um einen Platz in der Gruppe und erklären sich damit bereit, sich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen und an Veränderungen zu arbeiten.
Kid-Cool-Training
Für Schüler*innen im Alter von 10 bis 13 Jahren wird ergänzend das Kid-Cool-Training angeboten. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung sozialer Kompetenzen.
Die Schüler*innen werden dabei unterstützt, eigenes Verhalten wahrzunehmen und zu reflektieren, soziale Situationen besser einzuschätzen und angemessene Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Konflikten und herausfordernden Situationen zu entwickeln.
Deeskalationstraining
Das Deeskalationstraining ist ein weiterer Bestandteil der pädagogischen Arbeit an der Eylardus-Schule. Schüler*innen lernen, Konfliktsituationen frühzeitig wahrzunehmen, das eigene Verhalten zu reflektieren und Möglichkeiten zu entwickeln, um Eskalationen zu vermeiden und Konflikte konstruktiv zu bewältigen.
Elemente des Deeskalationstrainings werden sowohl in entsprechenden Trainingsangeboten als auch im Rahmen der Sozialen Gruppenstunden (SGS) aufgegriffen. Dadurch können die Schüler*innen die erarbeiteten Strategien regelmäßig üben und auf Situationen ihres schulischen Alltags übertragen.
Auch die Mitarbeiter*innen werden in diesem Bereich kontinuierlich weiterqualifiziert. Im Rahmen der Fortbildungsleitlinien unserer Schule sowie der Fortbildungsangebote des Eylarduswerkes finden regelmäßig Fortbildungen zum Thema Deeskalation für die Kolleg*innen statt. Damit werden gemeinsame Handlungsmöglichkeiten und ein professioneller Umgang mit herausfordernden und konfliktbelasteten Situationen gefördert.